Um Feinde zu haben, muss man nicht den Krieg erklären. Es genügt, zu sagen, was man denkt.

Autor: Christian Gasche
Martin Luther KingVon Marion S. Trikosko

Martin Luther King (1929-1968)

Neulich las ich dieses Zitat im Stern. Der stellvertretende italienische Ministerpräsident und Politiker der rechtspopulistischen Lega Nord, Matteo Salvini, zitierte es. Er bemühte also den Schwarzen Bürgerrechtler und Freiheitskämpfer gegen die US-amerikanische Rassentrennung, um für seinen Populismus zu werben. Welch Ironie der Geschichte.

Martin Luther King würde sich im Grabe umdrehen. Was er im Freiheitskampf der schwarzen Amerikaner dachte und sagte, beruhte auf Fakten und keinen diffusen Ängsten. Er forderte Gleichberechtigung. Dass sich Salvini im Europawahlkampf auf Pfarrer King beruft, ist geradezu grotesk.

Als Redner haben wir geradezu die Pflicht, das zu sagen, was wir denken. Aber wir haben auch die Verantwortung, unser Denken an Fakten auszurichten. Die Satiresendung „Die Anstalt“ beispielsweise bringt viele unbequeme Wahrheiten und Zusammenhänge in die öffentliche Diskussion ein. Damit macht sie sich auch viele Feinde. Aber zu jeder Sendung veröffentlicht sie einen 30-seitigen Fakten-Check.

Dieser Selbstverpflichtung zur nachprüfbaren Wahrheit sollte sich jeder Redner unterstellen. Auch wenn die Sitten der öffentlichen Auseinandersetzung im Zeitalter von „Fake News“ gerade leiden. Ob in der Familie, im Verein, im Betrieb, als Politiker oder Manager sollten wir uns immer an Fakten orientieren,

 

 

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