Es ist viel einfacher, Kritik zu üben, als etwas anzuerkennen.

Autor: Christian Gasche
by_W&D_Downey,_c1878

Benjamin Disraeli (1804 – 1881)

Wir leben ja in einer Zeit, in der jeder an jedem etwas zu kritisieren hat. Ob im Unternehmen, im Verein, in der Politik und selbst in Familien ist eine Kritik schnell ausgesprochen.

Was aber ist mit der Wertschätzung, der Anerkennung? Hand aufs Herz: Auch als Redner sind wir schnell mit der Kritik, ohne auch anzuerkennen, was alles gut läuft.

Der Schriftsteller und zweimalige Englische Premierminister Benjamin Disraeli, 1. Earl of Beaconsfield, lehrt uns auch die Gründe für diesen Missstand: Es ist bisweilen kompliziert, das Gute überhaupt zu identifizieren. Zu oft halten wir es für normal, wenn es im Betrieb, im Verein oder der Politik einfach gut läuft. Über die guten Taten wird viel zu selten berichtet. Wir nehmen sie als selbstverständlich hin.

Dabei ist die Anerkennung nicht nur ein rhetorisches Element sondern in vielen Redesituation auch ein Türöffner zu den Herzen der Zuhörer. Auch und gerade dann, wenn ein Redner oder eine Rednerin eine berechtigte Kritik aussprechen muss. Stellen sie jedoch in einer Rede vor ihre Kritik eine anerkennende Passage, die ihre Wertschätzung ausdrückt, kann es sein, dass ihre Kritik auf fruchtbaren Boden fällt und sie eine Veränderung bewirken,

 

 

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