Wer sich der Unmenschlichkeit nicht erinnern will, der wird wieder anfällig für neue Ansteckungsgefahren.

Autor: Christian Gasche
Richard von WeizsäckerFotograf: Ludwig Wegemann

Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1920 – 2015)

Im Mai jährt sich zum 75. Mal die Beendigung des Zweiten Weltkriegs. Vor 35 Jahren, hielt Richard von Weizsäcker, der am 15. April 2020 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, dazu seine wohl bedeutendste Rede. Sie gehöre in die Schulbücher, forderte Heinrich Böll. Sie sei eine Sternstunde in der Geschichte der Bundesrepublik, lobten Intellektuelle weltweit. Vor allem war diese Rede ein Wendepunkt in der deutschen Erinnerungskultur.

Für manche Ewiggestrigen ist diese Kultur mit dem Holocaust-Mahnmal in Berlin eine Zumutung. Die Rede Weizsäckers legte für das angebliche „Mahnmal der Schande“ den Grundstein. Die Deutschen wurden sich ihrer Verantwortung bewusst, nie zu vergessen und aus dem Gedenken heraus ihre Zukunft zu gestalten.

Der Terroranschlag in Halle auf die Synagoge und zahlreiche Übergriffe auf jüdische Mitbürger haben uns in der Wahrnehmung dieser Verantwortung zurückgeworfen. Diese Taten zeigen: Der „Schoß ist fruchtbar noch“ und gebiert den Faschismus unserer Tage.

Als Redner in Vereinen, Unternehmen, Gewerkschaften, Kirchen und Familien können Sie Ihren Einfluss geltend machen: Treten Sie dem Hass entgegen, der in allen Organisationen wieder zunimmt. Setzen Sie sich in ihren Reden 2020 gegen Abwertung und Ausgrenzung ein wo immer sie können. Und lesen Sie die Rede (https://t1p.de/ok4f) von Richard von Weizsäcker.

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