Thomas U. F. Dippe

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Zeuthen bei Berlin

Interesse an Projekten

Wer sind Sie, was machen Sie, wie kamen Sie zum Redenschreiben?

Im Rahmen meiner dienstlichen Tätigkeiten habe ich in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfahrungen im Inlands- und Auslandsschuldienst sammeln dürfen und sammeln können. Dabei hatte ich sowohl lehrende und leitende, als auch fortbildende und beratende Funktionen inne. Ich bin dafür sehr dankbar, denn alle vier sind spannende Bereiche, deren Ausübung mir jeweils viel Freude bereitet. Parallel habe ich über all die Jahre hinweg Materialien für den Unterricht erstellt, kleinere Projekte und auch größere Vorhaben im Bildungsbereich geplant, organisiert und umgesetzt. Auch diese Aufgaben bereiten mir sehr viel Spaß, und ich möchte sie nicht missen. Das Erstellen von Lehrmaterialien und Lernmaterialien - egal ob offline oder online - empfinde ich als ein sehr schönes Handwerk des Lehrers. In all diesen Zusammenhängen schreibe und überarbeite ich immer wieder Texte, beispielsweise in der Korrespondenz mit schulischen und außerschulischen Partnern, natürlich mit Kolleginnen und Kollegen, und natürlich auch mit den Schülerinnen und Schülern und vielen anderen mehr.

Warum braucht man Redenschreiberinnen und Redenschreiber?

Mit dem Schreiben und Redigieren von Texten für kurze Vorträge und Reden, Korrespondenztexten, E-Mail-Entwürfen, Präsentationen, ... im schulischen Kontext habe ich naturgemäß immer wieder zu tun. Wiederholt kommen Kolleginnen und Kollegen (mittlerweile auch der eine oder andere ehemalige Schüler, die ein oder andere ehemalige Schülerin, der/die nun in der Universität oder im Beruf ist) auf mich zu, mit der Bitte, dass ich mir ihre schriftlich formulierten Entwürfe durchlese und eine Rückmeldung gebe. Einmal im Hinblick auf die sprachliche Richtigkeit und die angemessene Wortwahl. Zum anderen im Hinblick auf die Textstruktur. Und schließlich auch hinsichtlich des Inhalts. Hintergrund ist, dass alle im und am "Bildungsbetrieb" beteiligten Personen und Fachleute wissen, dass mitunter einzelne Worte oder ganze Textsequenzen auf die Waagschale gelegt werden - insbesondere, wenn es um Texte geht, die an ein breiteres Publikum adressiert sind und ein sensibles Thema aufgreifen. In diesen Fall ist es wichtig und gut, wenn eine außenstehende Person nochmals einen prüfenden Blick auf diese Texte werfen kann; um gegebenenfalls Passagen zu verfeinern und/oder auch Textelemente im Sinne der erwünschten Wirkung des Autors zu verändern. Unter anderem aus diesem Grund sind Schreiberinnen und Schreiber von Texten jeglicher Art wichtig und von Bedeutung: einfach auch in unterstützender und beratender Funktion.

Wie lautet Ihr wichtigster Rat an eine Rednerin oder einen Redner?

Man kann die Wirkung einzelner Begriffe im Textverlauf nicht hoch genug einschätzen. Und es lohnt sich - auch wenn es im Berufsalltag manchmal nicht ganz leicht fällt - sich Zeit für die Arbeit am Text zu nehmen. Gerade die vielfältigen technischen Möglichkeiten führen dazu, dass manche Texte heutzutage sehr unbedacht und sehr zügig erstellt und anschließend sehr zeitnah veröffentlicht werden. Dabei kann es schnell zu Missverständnissen kommen. Dies lässt sich vermeiden, wenn man sich zwischendurch wirklich in Ruhe seinen Texten widmet. Kurz: Zeit, Ruhe und Geduld sind wichtig.

Wovon lassen Sie sich bei Ihrer Arbeit inspirieren?

Ich lese sehr viele tagesaktuelle Nachrichten und nutze dabei unterschiedliche Quellen.

Welches Reden-Zitat hat Sie am meisten beeindruckt?

"Worte sind Luft. Aber die Luft wird zum Wind, und der Wind macht die Schiffe segeln." Ich habe diesen Satz erst vor kurzer Zeit durch Zufall entdeckt. Im Internet wird dieser Satz unter anderem G. E. Lessing zugeschrieben. Ich finde diesen Satz spannend und beeindruckend - ist in ihm doch quasi der Zusammenhang formuliert zwischen der Welt der Gedanken und der Welt der Materie.

Was sind die drei wichtigsten Fähigkeiten einer Redenschreiberin oder eines Redenschreibers?

Die eine wichtige Fähigkeit ist sicherlich Geduld: Geduld, um sich einzelnen Textpassagen wiederholt zu widmen und über deren Wirkung zu reflektieren. Damit verbunden: eine Reflexionsfähigkeit. Diese Fähigkeit ist wichtig in dreielei Hinsicht: einmal in Bezug auf die Person des jeweiligen Autors. Zum anderen in Bezug auf die gedankliche Struktur des Textes. Und schließelich im Hinblick auf die Zielgruppe, die adressiert ist. Schließlich ist ein gewisses fachübergreifendes Denken notwendig: Hierbei spielt vor allem ein Rolle, dass man in der Lage ist, auch komplexere Zusammenhänge zu erschließen, sachdienlich darzustellen und verschiedene Aspekte sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

Worin verfügen Sie über die größte Expertise?

Der Bereich, in dem ich viele und gute Erfahrungen habe, ist zum einen die Texterstellung im Bereich von Lehr- und Lernmaterialien. Darüber hinaus verfüge ich vielfältige Erfahrungen im Bereich schriftlicher Korrespondenzen. Schließlich bin ich routiniert im Lesen und Überarbeiten längerer Texte.

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