Marc Peters

Königshardter Straße

46145

Oberhausen

Firma:

Ich denke, was Sie sagen

Tel:

017657809220

Interesse an Projekten

Wer sind Sie, was machen Sie, wie kamen Sie zum Redenschreiben?

Redenschreiber - das bin ich wohl. Wobei der Begriff zu kurz greift. Ich bringe Worte zu Papier, ja. Darin enthalten sind Gedanken. Ideen. Emotionen. Reden entstehen durch Nachdenken. Durch Umbau, Abriss und Neubau.

Von 2012 bis 2018 war ich hauptverantwortlicher Redenschreiber für zwei verschiedene Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen. Übrigens ohne eigenes Parteibuch.

In dieser Zeit sind mehr als 700 Reden aus meiner Feder geflossen: Von Tischreden bei Grünkohlfesten, über Bundestagsdebatten zur Flüchtlingskrise, bis hin zur Silvesternacht in Köln und Laudationes auf Schlagersänger.

Seit April 2018 bin ich als freier Redenschreiber und Trainer in Sachen Redenschreiben unterwegs, was mir riesigen Spaß macht.

Warum braucht man Redenschreiberinnen und Redenschreiber?

Eine Rede ist mehr als ein Zettel mit Wörtern.

Sie ist ein Angebot, eine Vorlage. Ein mutiger Versuch, die Menschen zu unterhalten.

Sie soll zum Denken anregen. Das Publikum, aber auch den Redner oder die Rednerin.

Sie ist das Produkt eines langen Weges, den der Redenschreiber für den Redner bereits gegangen ist.

Wie lautet Ihr wichtigster Rat an eine Rednerin oder einen Redner?

Lesen Sie die Rede, bevor Sie sie halten. Setzen Sie sich mit ihr auseinander. Streichen Sie, ergänzen Sie. Üben Sie. Es ist Ihre Performance, die eine gute Rede zu einer grandiosen werden lässt.

Seien Sie mutig - nichts ist langweiliger als weichgespülter Floskelbrei. Wagen Sie was!

Ach ja, eine Sache noch: In den meisten Fällen haben Sie nur einen einzigen Versuch. Das Publikum hat Ihren Text nicht vor sich auf dem Schoß liegen. Es kann nicht nachlesen, was Sie jetzt gerade sagen oder vor 5 Minuten gesagt haben.

Also seien Sie verständlich, seien Sie sympathisch, haben Sie Spaß dabei!

Wovon lassen Sie sich bei Ihrer Arbeit inspirieren?

Von meiner Umgebung: Kolleginnen und Kollegen, Musik, Filme, Bücher, Geschichten. Es gibt nichts, das mich nicht inspiriert.

Welches Reden-Zitat hat Sie am meisten beeindruckt?

"Stay hungry, stay foolish" - Steve Jobs in seiner berühmten Rede an der Universität von Stanford, aus dem Jahr 2005.

In meinen Seminaren zeige ich u.a. diese Rede, wenn es um die Wirkung von Geschichten geht - hier sind es drei Erlebnisse aus Steve Jobs' Vergangenheit. Mehr Tiefen als Höhen.

Und daraus wächst die Erkenntnis "You can’t connect the dots looking forward. You can only connect them looking backward. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your gut, destiny, life, karma, whatever. This approach has never let me down, and it has made all the difference in my life."

Diese Rede zeigt aber noch mehr: Die Wirkung des gesprochenen Wortes zum Beispiel. Steve Jobs ist mimisch wie gestisch sehr zurückhaltend. Man merkt sogar deutlich, dass er seinen Text abliest - und doch sind es seine Worte, die all das überstrahlen.

Stay hungry, stay foolish - eine wertvolle Message, die ich auch in meiner Arbeit immer wieder umzusetzen versuche.

Was sind die drei wichtigsten Fähigkeiten einer Redenschreiberin oder eines Redenschreibers?

1. verständliches Schreiben: Alle Zuhörerinnen und Zuhören sollen verstehen, worum es geht. Komplizierte Schachtelsätze? Elitäre Sprache? Hoch intellektuelle Fragestellungen? All das mag irgendwo seine Daseinsberechtigung haben - in Reden haben diese Dinge nix zu suchen. "Worauf will die Rednerin/der Redner eigentlich hinaus? Was habe ich damit zu tun? Was soll ich jetzt tun?" Auf diese Fragen des Publikums muss ein Redenschreiber eine Antwort finden, die sofort einleuchtet.

2. Emotionen wecken: Gefühle lassen Rednerinnen und Redner menschlich werden. Sie geben einer Rede einen individuellen Touch und erzeugen Sympathie. Ohne Emotionen ist der Redner austauschbar. Gefühle zu erwecken, Sinne zu reizen - ein guter Redenschreiber schafft das mit Worten.

3. Unterhalten: Eine Rede kann vielen Zwecken dienen - sie soll informieren, sie soll überzeugen oder beschwichtigen. Was viele Rednerinnen und Redner vergessen: Das Publikum tritt immer in Vorleistung. Es schenkt der Person am Mikrofon kostbare Zeit - und dafür hat es eine Gegenleistung mehr als verdient. Wer als Rednerin oder Redner dann nur 08/15 liefert, gerät nach wenigen Minuten in Vergessenheit. Wer er schafft, die Menschen zu unterhalten, sie zu fesseln und zu begeistern, der bleibt lange in Erinnerung. Ein guter Redenschreiber weiß das und baut seine Rede entsprechend auf.

Worin verfügen Sie über die größte Expertise?

1. Politische Reden: Ich habe jahrelang nichts anderes gemacht als politische Reden zu schreiben. Alles, was mit Politik zu tun hat, ist für mich ein Heimspiel. Ich habe viel gelernt - auch aus eigenen Fehlern.

2. Seminare: Gerade maßgeschneiderte In-House-Seminare werden immer mehr zu einem zweiten Standbein. Das Gute daran: Mir machen sie meistens richtig Spaß! Und meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern hoffentlich auch.

3. Krisenkommunikation: Während meiner Zeit als Redenschreiber für zwei Innenminister gab es viele Krisen, die wir bewältigen mussten - auch kommunikativ. Hier kann ich aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

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