Claudius Kroker

Auguststraße 29
53229
Bonn
Firma: Claudius Kroker · Text & Medien
Tel: 02284107721

Wer sind Sie, was machen Sie, wie kamen Sie zum Redenschreiben?

Ich komme vom Journalismus, mache heute hauptsächlich Pressearbeit, schreibe Reden und Namensbeiträge für Dritte (Grußworte, Kunden- und Mitarbeiter-Mailings, Statements für Pressekonferenzen, Fachartikel usw.) und gebe Seminare und Inhouse-Schulungen. Zum Redenschreiben kam ich über meine frühere Tätigkeit als Redaktionsleiter einer PR-Agentur. Dort haben wir neben Pressemitteilungen auch Reden für Vorstände deutscher Dax-Unternehmen verfasst.

Warum braucht man Redenschreiberinnen und Redenschreiber?

1. Die Rede ist eine eigene Kommunikationsform, deren Wirkmechanismen und kreativen Möglichkeiten man kennen muss (und lernen kann). Eine Rede ist etwas anderes als eine Pressemitteilung oder gar ein Marketing-Text. Darum braucht es genau diese kreative Kommunikations-Erfahrung, die nicht alle Rednerinnen und Redner mitbringen.
2. Reden vorzubereiten kostet viel Zeit, vor allem für die Recherche und die kreative Entwicklung einer richtigen Rede-Idee, von Bildern, die ziehen und in Erinnerung bleiben. Mit einem Redenschreiber sparen Rednerinnen und Redner diese Zeit und können sie für ihre wesentlichen Aufgaben nutzen.
3. Viele Redner denken vor allem an sich und ihre Botschaften. Ein Redenschreiber hat dabei stärker das Publikum im Blick: diejenigen, die von der Rede etwas mitnehmen und bei denen sie wirken soll. Durch diese andere Sicht und die Erfahrung der Redenschreiber hat eine Rede in der Regel mehr Erfolg. So wie wir eine gute professionelle Pressearbeit oder eine erfolgreiche Krisenkommunikation von Profis machen oder uns von ihnen beraten lassen.

Wie lautet Ihr wichtigster Rat an eine Rednerin oder einen Redner?

Eine Rede ist nicht einfach da, sie entsteht – es ist ein Prozess. Der braucht Zeit, enge Abstimmung und Vertrauen zwischen Redenschreiber und Redner. Fertig ist die Rede erst in dem Moment, in dem sie gehalten wird. Etwas einmaliges. Und damit auch etwas ganz Besonderes. Das gilt für die Rede vor Mitarbeitern ebenso wie bei einem Stadtfest, einer Einweihung, einer Gedenkveranstaltung oder der Hauptversammlung des Städtetags.

Wovon lassen Sie sich bei Ihrer Arbeit inspirieren?

Zum Teil vom Alltag: ganz viele eigene Beobachtungen, Szenen, Formulierungen, aktuelle Anlässe fließen in die Rede-Idee mit ein. Ich bin immer auf der Suche nach einem Bild, das einen Sachverhalt "anschaulich" und "begreifbar" macht. Die bisherigen Reden und das Feedback von Rednern und Publikum zeigen mir, dass das wohl der richtige Weg ist 🙂

Welches Reden-Zitat hat Sie am meisten beeindruckt?

"Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen" – das war ein gutes, starkes Zitat von Roman Herzog. Leider ist die übrige Rede sehr umständlich und komplex formuliert gewesen. Und der "Ruck" wurde auch in den weiteren Reden weder des Bundespräsidenten noch des Bundeskanzlers ebenso packend weitergeführt. Darum ist die eigentliche Botschaft und die Wirkung der Rede nicht durchgedrungen.

Was sind die drei wichtigsten Fähigkeiten einer Redenschreiberin oder eines Redenschreibers?

1. Redenschreiber müssen zuhören, beobachten und sich in Personen (Redner*innen und Publikum) und Situationen hineinversetzen können.
2. Sie müssen an das Publikum denken und daran, dass eine Botschaft rüberkommt und dort bleibt.
3. Sie dürfen sich nicht selbst als besten Redner auf der Bühne sehen. Redenschreiben geschieht hinter den Kulissen, ist aber mitentscheidend für das, was auf der Bühne passiert.

Worin verfügen Sie über die größte Expertise?

Reden und Namensbeiträge (auch Mailings) für Kommunalpolitiker(innen), Präsidenten oder Vorsitzende von Stiftungen und Verbänden sowie Geschäftsführer von bundesweit tätigen Unternehmen.